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Dies ist eine typische Krankheit mittelgroßer und großer Hunderassen. Also auch des Boxers. Es handelt sich dabei um eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die je nach Schwere der Erkrankung zur Schwächung oder gar Lähmung der Hinterläufe führen kann.
Anzeichen:
- das Aufstehen ist für den Boxer schmerzhaft
- auch das Treppensteigen bereitet ihm Schmerzen
- er ermüdet bei Anstrengung schnell
- über längere Strecken läuft der Boxer schnell und angestrengt
- er hat Schwierigkeiten beim Springen.
Eine eindeutige Diagnose erbringt nur eine Röntgenaufnahme, die ab dem ersten Lebensjahr durchgeführt werden kann. Auftretende Schmerzen und Entzündungen kann der Tierarzt mit Medikamenten lindern. Bei schweren und andauernden Beschwerden bringt das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks in der Regel sehr gute Ergebnisse.
Als vorbeugende Maßnahme sollte man den heranwachsenden Hund nicht zu reichhaltig zu füttern.
Bei der Auswertung werden folgende Kriterien bewertet:
Qualität der Aufnahme: Hier ist es sehr wichtig, dass der Hund in gestreckter Haltung symmetrisch liegt, die Gelenke gut gestreckt und gut eingedreht sind und parallel zueinander liegen. Um das zu erreichen muss der Hund in Narkose sein. Es ist auch wichtig, darauf zu achten, dass man mit beiden Händen im "Gleichzug" den Hund streckt.
Beckenpfanne: Im Gesamteindruck: ob sie schön tief ist, ob der vordere Pfannenrand scharf konturiert und die vordere Pfannenkontur rund auslaufend ist. Oberschenkelkopf: kugelförmig oder abweichend Sitz der Pfanne: tief oder abweichend. Oberschenkelhals: ob er schlank, vom Kopf abgesetzt und scharf konturiert ist, oder eher walzenförmig oder unscharf mit Auflagerungen. Messung des Norberg-Winkels: 105° oder abweichend
Diese Kriterien entscheiden anschließend, ob ein Hund keine HD oder eine der Abstufungen hat. Es gibt die Stufen Frei, Verdacht, Leicht, Mittel, Schwer.
Was ist dann zu tun? Lassen Sie sich die Aufnahme und die Auswertung von Ihrem Züchter oder Tierarzt erklären, damit Sie die Beurteilung verstehen. Von Frei bis Leicht wird der Hund keine Probleme bekommen. Ab Mittel sollte man die oben erwähnten Einschränkungen einhalten und es wird dem Hund sicher gut gehen, wenn Sie ihn immer fit halten und für eine sehr gute Muskulatur sorgen. Von Schwer bis Katastrophe (also operationsbedürftig) ist der Weg oft noch sehr weit. Da es dafür keine Stufe gibt, fallen eben unter "Schwer" auch Deformationen bis hin z.B. zur fehlenden Pfanne oder fehlenden Kugel.
Sollte ein Eingriff nötig sein, ist es sicher auch ratsam, sich noch eine weitere Meinung einzuholen und dann natürlich die richtige Klinik, also eine, die Erfahrung auf diesem Gebiet hat, zu finden. Aber Gott sei Dank sind Operationen in der absoluten Minderheit. Die Masse bewegt sich zwischen Frei und Mittel.
Die Treue eines Tieres würde uns nicht so rühren wenn die Treue unter den Menschen häufiger wäre!!
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