Fieber (erhöhte Körpertemperatur) sowie auch Untertemperatur sind Alarmsignale, die uns anzeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Eine feuchte, kalte Nase ist auf keinen Fall immer ein Zeichen dafür, dass der Hund auch absolut fit ist.
Normwerte Die normale Körpertemperatur schwankt auch bei einem gesundem Boxer. (Ich habe immer zwischen 37,3 und 38,2 Grad im Ruhezustand gemessen) So ist sie nach einer körperlichen Anstrengung, starker Aufregung oder üppiger Fütterung immer etwas höher, da der Körper vermehrt Wärme produziert. Junge Hunde haben auch eine etwas höhere Körpertemperatur als erwachsene Hunde. Die Körpertemperatur einer geschlechtsreifen, nicht kastrierten Hündin unterliegt auch zyclusabhängigen Schwankungen. (Hier ist Temperaturmessen ganz besonders wichtig!)
Meßzeit Am besten nach einer Ruhepause, wenn der Boxer nicht gerade körperlich aktiv gewesen ist.
Wie wird gemessen ? Besonders gut geeignet sind wasserdichte Fieberthermometer mit Digitalanzeige und Signalton zum Ende der Messung. Jeder Boxer sollte ein eigenes Thermometer haben! Die Thermometerspitze wird mit etwas Babycreme oder Vaseline eingefettet. Beachten Sie dabei, dass Sie nach Möglichkeit immer die gleiche Sorte Creme oder Vaseline nehmen. So leitet das flüssige Babyöl besser Wärme als dicke Creme. Sie kommen z.B. zu unterschiedlichen Ergebnissen, wenn Sie bei Ihrem Hund mit wenigen Minuten Abstand seine Körpetemperatur einmal mit Creme und einmal mit Vaseline messen. Der stehende Hund wird festgehalten, seine Rute etwas hochgehoben. Die Thermometerspitze wird ganz vorsichtig ca. 3 cm tief in den After eingeführt. Und am Ende der Messung sehr vorsichtig und langsam herausziehen.
Kalender Notieren Sie den Tag, die Uhrzeit der Messung und die Körpertemperatur Ihres Boxers in seinem Kalender. Durch diese Aufzeichnungen werden Sie die für Ihren Boxer individuell normale Körpertemperatur genau wissen und Ihrem Tierarzt eine große Hilfe leisten.